Prof. Dr. M. schreibt jedes Semester dieselbe E-Mail an seine Familie: „Die nächsten zwei Wochen bin ich weg.“ Nicht wegen einer Konferenz. Nicht wegen Forschungsreisen. Sondern wegen 120 Klausuren, die auf seinem Schreibtisch liegen.

Er ist nicht allein. Nach einer internen Befragung, die wir vor dem Aufbau von Korrex durchgeführt haben, verbringen Professoren und Dozenten an deutschen Hochschulen durchschnittlich 8–16 Stunden pro Prüfungsrunde mit der eigentlichen Korrektur. Nicht mit Vorbereitung, nicht mit Nachbesprechung. Nur mit dem Roten-Stift-Teil.

Was “40 Minuten pro Klausur” wirklich bedeutet

Die inoffizielle Faustregel lautet: 20 Minuten pro Klausur. In der Praxis liegt der Wert eher bei 30–40 Minuten, wenn gemischte Aufgabentypen vorhanden sind, wenn die Handschrift schwer lesbar ist, oder wenn Studierendenleistungen in der Nähe der Bestehensgrenze liegen und genauer geprüft werden müssen.

Rechnen wir mit der konservativsten Variante:

SzenarioKlausurenZeit/KlausurGesamtaufwand
Kleine Gruppe4020 Min.13 Std.
Mittlere Gruppe8025 Min.33 Std.
DHBW Pilotprojekt1207 Min. (mit Korrex)14 Std. → 2,5 Std.
Große Gruppe20020 Min.67 Std.

67 Stunden für 200 Klausuren. Das sind fast zwei volle Arbeitswochen, die in nichts anderem bestehen als in der mechanischen Wiederholung desselben Vorgangs: Klausur aufschlagen, lesen, mit Musterlösung vergleichen, Punkte notieren, nächste Klausur.

Das Konsistenzproblem, das niemand offen anspricht

Stunden 1–3: frisch, genau, gleichmäßig. Klausur Nr. 80 um 23 Uhr nach einem vollen Lehrtag: etwas nachlässiger, etwas großzügiger, je nach aktuellem Zustand. Das ist keine Kritik an Professoren. Das ist Biologie.

Studien zur Beurteilerkonsistenz in der Klausurkorrektur zeigen systematisch, dass dieselbe Klausur zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedlich benotet wird. Der Effekt ist nicht dramatisch, aber er ist real. Und er ist ungerecht: Wer zuerst korrigiert wird, hat statistisch gesehen einen kleinen Vorteil.

KI korrigiert Klausur Nr. 1 und Klausur Nr. 120 mit dem exakt gleichen Maßstab. Kein Müdigkeitseffekt, keine Tageszeit, kein Halo-Effekt.

Was das Pilotprojekt gezeigt hat

Im Pilotprojekt an der DHBW haben wir 120 Klausuren mit Korrex korrigiert. Gemischte Aufgabentypen: Multiple Choice, handschriftliche Freitextantworten, Rechenaufgaben.

Das Ergebnis:

  • Automatische KI-Korrektur: 15 Minuten für alle 120 Klausuren
  • Manuelle Überprüfung der markierten Grenzfälle: ca. 1,5–2 Stunden
  • Gesamtaufwand: unter 2,5 Stunden statt 14 Stunden
82 %
weniger Zeitaufwand im Pilotprojekt — gemessen an der DHBW

Der Workflow: Was Sie noch tun, was die KI übernimmt

Ein Missverständnis, das wir von Anfang an aus dem Weg räumen wollen: Korrex ersetzt nicht das Urteil des Prüfers. Es macht den mechanischen ersten Durchgang.

Was Sie noch tun:

  • Musterlösung hochladen und Aufgabentypen konfigurieren (einmalig pro Klausur, ca. 15 Min.)
  • Grenzfälle überprüfen: Klausuren, die Korrex als „unsicher“ markiert hat
  • Stichprobenweise Kontrolle einiger Klausuren
  • Export und Noteneintragung

Was Korrex übernimmt:

  • OCR und Handschrifterkennung für alle 120 Klausuren
  • Abgleich jeder Antwort mit der Musterlösung
  • Punktevergabe nach festgelegtem Schema
  • Auswertung: Notenverteilung, schwierigste Aufgaben, Durchschnitt
  • Export in Excel-Format

Was das für Ihren Alltag bedeutet

Zwei Wochen Korrekturzeit pro Semester auf zwei bis drei Stunden reduzieren. Das ist keine Kleinigkeit. Das sind 10–12 Stunden zurückgewonnene Zeit pro Prüfungsrunde. Zeit für Forschung, für Vorbereitung, für Studierendenbetreuung. Oder einfach für Wochenenden, die wieder Wochenenden sind.

Wenn Sie das selbst ausprobieren wollen: Die erste Klausur ist kostenlos. Kein Setup, keine Kreditkarte.